Theaterstück anlässlich der Reihe „Erinnern und nicht vergessen“

Theaterstück anlässlich der Reihe „Erinnern und nicht vergessen“

Theaterstück anlässlich der Reihe „Erinnern und nicht vergessen“

# Neuigkeiten aus der Gemeinde

Theaterstück anlässlich der Reihe „Erinnern und nicht vergessen“

Frauen – Mut – Widerstand
Theaterstück anlässlich der Reihe „Erinnern und nicht vergessen“

Wie jedes Jahr konzipiert, schreibt und probt die Jugend des Kirchenkreises auch 2026 wieder ein Theaterstück, um des 09. November zu gedenken. Getreu dem Motto “Erinnern, nicht vergessen” beschäftigen sich die jungen Erwachsenen in diesem Jahr mit dem großen und doch oft beinahe vergessenen Thema des weiblichen Widerstands. 

Der Widerstand im Zweiten Weltkrieg hatte viele Facetten und spielte sich an den verschiedensten Orten ab. Mal war er nicht zu übersehen und zu überhören, mal fand er still und heimlich im Verborgenen statt und war doch nicht weniger wirksam. 

Wohl kaum einer vermag heute einzuschätzen, wie er oder sie damals gehandelt hätte. Natürlich hätte ich mich gewehrt!

Ach wirklich? Furcht kann einen bis in die Fingerspitzen lähmen. Keiner von uns weiß, was er oder sie wirklich getan hätte. Aber wir wissen es von denen, die mutig waren. Die gehandelt haben ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben. Die gekämpft haben, selbst dort, wo der Kampf schon längst verloren war.

Denn gerade am Ort des schwersten Grauens, mitten im Konzentrationslager, keimte Widerstand - und Hoffnung. 

Viele Frauen leisteten in Konzentrationslagern auf unterschiedlichste Art und Weise Widerstand. Wie vielfältig Widerstand sein kann, wollen wir in unserem Stück beleuchten. Denn nicht immer ist der wirksamste Widerstand diese eine “große Heldentat“. Sondern viel öfter die Summe vieler kleiner Handlungen, kleiner Allianzen, geschmiedet zwischen Tür und Angel, geschlossen zwischen Augenpaaren, die einander auch wortlos verstehen. Ein kleines Lächeln, eine helfende Hand oder jemand, der dich einfach nur beim Namen anspricht, wenn das System und seine gnadenlosen Schergen Menschen längst zu Nummern haben werden lassen. All das können Facetten des Widerstands sein. Für manches braucht es großen Mut, für Vieles aber braucht es gar nicht viel. Vor allem aber den Willen, etwas zu tun. Das beweisen die Menschen, die wir an diesem 09. November zu neuem alten Leben erwecken.

Wir geben dem Widerstand Gesichter. Jene, die viel zu selten gesehen werden.

Mala Zimetbaum wird als jüdische Frau wie viele andere Juden ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Hier arbeitet sie als Laufbotin. Sie kennt die Abläufe und Hierarchien des Lagers, die Verantwortlichkeiten genauso wie die Nachlässigkeiten. Und sie weiß sie geschickt zu nutzen: Durch viele kleine Handlungen bewahrt sie Menschen vor dem sicheren Tod - und gibt ihnen das, was sie längst vor den Toren des Lagers verloren haben: Hoffnung. Hoffnung an einem Ort, der frei von jeder Hoffnung ist. 

Mala zeigt, dass Liebe stärker ist als Hass. Und dass selbst an den unmenschlichsten Orten die Menschlichkeit siegen kann. Margot Friedländer mahnte uns viele Jahre später: „Seid Menschen.“ – Mala machte damals vor, wie man einer ist.

Dieses Stück ist eine Hommage an Malas Lebenswerk, aber auch an alle Frauen, die in diesen Zeiten stark blieben und sich widersetzt haben. Sie sind der Beweis, dass Widerstand möglich ist. Damals. Heute. Immer.

Musikalisch begleitet wird das Stück auch in diesem Jahr von unserem geschätzten Kirchenmusiker Christian Hagitte und Orchestra. Denn auch Musik gab und gibt in diesen Zeiten Hoffnung.

Fabian Kuhnert
Religions- und Gemeindepädagoge 
Jugendkultur- und Gedenkarbeit

Frauen   -  Mut  -  Widerstand

Theaterstück

Wir führen unsere Gedanken

am 7. November um 19:00 Uhr

am 8. November um 19:00 Uhr

am 9. November um 19:00 Uhr

in der Hochmeisterkirche auf.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

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